15.04.2020, Tag 27
Dies ist vorläufig mein letzter Eintrag.
Das Wetter ist gut, die Lage weiterhin angespannt
Kontaktsperren bleiben vorerst
Kanzlerin Merkel und die Länder haben sich in der Corona-Krise darauf geeinigt, die Kontaktbeschränkungen zu verlängern. Doch die Maßnahmen werden gelockert: Ab Montag sollen mehr Geschäfte wieder öffnen.
Bund und Länder haben sich bei ihren Beratungen auf eine Verlängerung der Kontaktbeschränkungen verständigt. "Es darf jetzt kein falsches Vorpreschen geben", sagte Bundeskanzlerin Merkel nach einer Telefonkonferenz mit den Ministerpräsidenten der Länder. Man habe zwar etwas erreicht - die Krankenhäuser, die Ärzte und die Pflegekräfte seien nicht überlastet worden. Aber das sei nur ein Zwischenerfolg, "ein zerbrechlicher Zwischenerfolg", warnte Merkel.
Vereinbart wurden aber auch Lockerungen. Geschäfte mit einer Verkaufsfläche bis zu 800 Quadratmetern sollen bereits ab Montag wieder öffnen dürfen - allerdings unter strengen Hygiene-Auflagen. Auf den Straßen dürften sich außerdem keine langen Schlangen bilden, sagte Merkel. Auch Autohäuser, Fahrradhändler und Buchhandlungen können unabhängig von ihrer Größe wieder öffnen. Friseure sollen ihre Arbeit unter strengen Auflagen ab dem 4. Mai wieder aufnehmen dürfen.
Masken im Alltag "dringend" empfohlen
Außerdem empfehlen Bund und Länder "dringend" das Tragen von Alltagsmasken in Bus und Bahn und beim Einkaufen. Auf Freiwilligkeit basieren soll auch der Gebrauch einer Smartphone-App zur Nachverfolgung der Kontakte von Infizierten. Großveranstaltungen sollen bis zum 31. August grundsätzlich untersagt werden. Konkrete Regelungen, etwa zur Größe der Veranstaltungen, sollen durch die Länder getroffen werden.
Daneben bleiben vor allem die Abstandsvorschrift von 1,5 Metern und die Kontaktbeschränkung auf höchstens eine außerhalb des eigenen Haushalts lebende Person bestehen. Auch Gottesdienste bleiben weiter untersagt. Noch in dieser Woche werde es mit Religionsvertretern aber Gespräche geben, "wie man einen einvernehmlichen Weg für das weitere Vorgehen" finde, sagte Merkel. Restaurants, Bars und Kneipen sollen wie bisher grundsätzlich geschlossen bleiben.
Unding des Tages
Mächtiger Präsident: Im Streit über eine Lockerung der Einschränkungen in den USA hat Donald Trump die Entscheidungshoheit für sich reklamiert. Er habe bei der Frage die „allumfassende Macht“, sagte er am Montagabend. Er reagierte damit auf Äußerungen von Gouverneuren mehrerer Bundesstaaten, die erklärt hatten, sich bei der Aufhebung der Beschränkungen untereinander abstimmen zu wollen. Der Gouverneur von New York, Andrew Cuomo, widersprach Trump: „Der Präsident hat keine allumfassende Macht. Wir haben eine Verfassung, wir haben keinen König.“
Während sein Land mit der Corona-Krise kämpft, hat König Maha Vajiralongkorn ganz eigene Schutzmaßnahmen getroffen. Der 67-Jährige residiert mit 20 Frauen und einem Stab Bediensteter in einem Vier-Sterne-Hotel in Garmisch-Partenkirchen. Rama X, wie der Monarch offiziell genannt wird, sorgt jetzt nun mit einem neuen abenteuerlichen Trip für Empörung in Thailand.
BANGKOK: Vor den Goldgeschäften im chinesischen Viertel Yaowarat bildeten sich am Dienstag lange Warteschlangen. Thais verkauften ihren Goldschmuck, nachdem der Preis des Edelmetalls um 550 Baht pro Baht-Gewicht stark gestiegen war.


Dies ist vorläufig mein letzter Eintrag.
Das Wetter ist gut, die Lage weiterhin angespannt
Kontaktsperren bleiben vorerst
Kanzlerin Merkel und die Länder haben sich in der Corona-Krise darauf geeinigt, die Kontaktbeschränkungen zu verlängern. Doch die Maßnahmen werden gelockert: Ab Montag sollen mehr Geschäfte wieder öffnen.
Bund und Länder haben sich bei ihren Beratungen auf eine Verlängerung der Kontaktbeschränkungen verständigt. "Es darf jetzt kein falsches Vorpreschen geben", sagte Bundeskanzlerin Merkel nach einer Telefonkonferenz mit den Ministerpräsidenten der Länder. Man habe zwar etwas erreicht - die Krankenhäuser, die Ärzte und die Pflegekräfte seien nicht überlastet worden. Aber das sei nur ein Zwischenerfolg, "ein zerbrechlicher Zwischenerfolg", warnte Merkel.
Vereinbart wurden aber auch Lockerungen. Geschäfte mit einer Verkaufsfläche bis zu 800 Quadratmetern sollen bereits ab Montag wieder öffnen dürfen - allerdings unter strengen Hygiene-Auflagen. Auf den Straßen dürften sich außerdem keine langen Schlangen bilden, sagte Merkel. Auch Autohäuser, Fahrradhändler und Buchhandlungen können unabhängig von ihrer Größe wieder öffnen. Friseure sollen ihre Arbeit unter strengen Auflagen ab dem 4. Mai wieder aufnehmen dürfen.
Masken im Alltag "dringend" empfohlen
Außerdem empfehlen Bund und Länder "dringend" das Tragen von Alltagsmasken in Bus und Bahn und beim Einkaufen. Auf Freiwilligkeit basieren soll auch der Gebrauch einer Smartphone-App zur Nachverfolgung der Kontakte von Infizierten. Großveranstaltungen sollen bis zum 31. August grundsätzlich untersagt werden. Konkrete Regelungen, etwa zur Größe der Veranstaltungen, sollen durch die Länder getroffen werden.
Daneben bleiben vor allem die Abstandsvorschrift von 1,5 Metern und die Kontaktbeschränkung auf höchstens eine außerhalb des eigenen Haushalts lebende Person bestehen. Auch Gottesdienste bleiben weiter untersagt. Noch in dieser Woche werde es mit Religionsvertretern aber Gespräche geben, "wie man einen einvernehmlichen Weg für das weitere Vorgehen" finde, sagte Merkel. Restaurants, Bars und Kneipen sollen wie bisher grundsätzlich geschlossen bleiben.
Unding des Tages
Mächtiger Präsident: Im Streit über eine Lockerung der Einschränkungen in den USA hat Donald Trump die Entscheidungshoheit für sich reklamiert. Er habe bei der Frage die „allumfassende Macht“, sagte er am Montagabend. Er reagierte damit auf Äußerungen von Gouverneuren mehrerer Bundesstaaten, die erklärt hatten, sich bei der Aufhebung der Beschränkungen untereinander abstimmen zu wollen. Der Gouverneur von New York, Andrew Cuomo, widersprach Trump: „Der Präsident hat keine allumfassende Macht. Wir haben eine Verfassung, wir haben keinen König.“
Während sein Land mit der Corona-Krise kämpft, hat König Maha Vajiralongkorn ganz eigene Schutzmaßnahmen getroffen. Der 67-Jährige residiert mit 20 Frauen und einem Stab Bediensteter in einem Vier-Sterne-Hotel in Garmisch-Partenkirchen. Rama X, wie der Monarch offiziell genannt wird, sorgt jetzt nun mit einem neuen abenteuerlichen Trip für Empörung in Thailand.
BANGKOK: Vor den Goldgeschäften im chinesischen Viertel Yaowarat bildeten sich am Dienstag lange Warteschlangen. Thais verkauften ihren Goldschmuck, nachdem der Preis des Edelmetalls um 550 Baht pro Baht-Gewicht stark gestiegen war.


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